Frankreich
provence (luberon)

Man fragt sich, was zieht die Menschen in die Region des Luberon? Ist es die Landschaft? Das Klima? Die Gelassenheit seiner Bewohner? Oder ist es der Eindruck ein Naturreservat, das seines gleichen sucht, vor sich zu haben? Schon seit jeher ist dieses Tal mit seinen Bergkämmen entlang der heutigen Route Nationale 100 zwischen Coustellet und Forcalquier beliebt gewesen, um hier Abwechslung zu finden.

Der Marquis de Sade war wohl der Berühmteste und lässt den Ort Lacoste eng verwoben sein mit dem Sadismus. Noch heute zeugt die Ruine oberhalb des Dorfes, sie ist in Privatbesitz, von seinem Wirken. In jüngeren Tagen war es der britische Schriftsteller Peter Mayle, der in Menerbes ansässig war, der einen wahren touristischen Run in dieses Gebiet auslöste. Dies erreichte er mit seinen humoristisch geschriebenen Büchern über das Leben der Provençalen heute. Einen unwiderstehlichen Reiz bilden natürlich die kleinen Orte, die häufig auf den Spitzen der Hügel trohnen und so das weite Tal zu bewachen scheinen.

Durch die engen Gassen zu schlendern, die starken Düfte der provenzalischen Küche die Nase kitzeln zu lassen, die Märkte zu besuchen und natürlich die Farben der Provence in sich aufzunehmen und auf sich wirken zu lassen. All dies kann man hier erleben. Wobei nicht nur die ausgeschilderten Sehenswürdigkeiten wie die Abtei von Senanque oder der Colorado provençal oder die Ockerfelsen von Roussillon und die Bories bei Gordes einen Besuch wert sind. Es empfiehlt sich, auch abseits dieser Orte ein Stück zu wandern und die Natur auf sich wirken zu lassen.