Deutschland
Harz

Der Harz ist das nördlichste deutsche Mittelgebirge und erreicht am Brocken seine größte Höhe mit 1141 Metern. Er bildet das Dreiländereck von Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Geologisch ist es eines der interessantesten Gebiete in Deutschland. Die ältesten Gesteinsformationen sind bis zu 850 Mio. Jahre und die Jüngsten etwa 290 Mio. Jahre alt. Aus dem geologischen Reichtum heraus entwickelte sich durch den Bergbau, welcher bereits in der Bronzezeit vor ca. 3000 Jahren begann und erst im Jahre 2007 endete, eine wirtschaftlich starke Region.

Bedingt durch die Lage an der innerdeutschen Grenze konnte sich die Natur entlang dieses "Grünen Streifens" fast ungestört entwickeln. Die Vielfallt der Natur mit der reichhaltigen Flora und Fauna, in den tiefeingeschnittenen Tälern oder auf den plateauartigen Höhen, lässt eines jeden Naturfreundes Herz höher schlagen. Allerdings wird man den seltenen Luchs wohl nicht zu Gesicht bekommen, auch wenn er wieder durch die weitläufigen Wälder (von denen der Harz - im Mittelalter stand Hart für Bergwälder - seinen Namen hat) streift.

Die menschliche Geschichte reicht im Harz sehr weit zurück. Bereits der Homo erectus (700.000 - 350.000 Jahre vor heute) und der Neandertaler, dessen Relikte in der Einhornhöhle gefunden wuden, jagten in dieser Region. Wie bereits erwähnt legte der Bergbau die Basis für den wirtschaftlichen Aufschwung. Von dem Reichtum zeugen noch heute die prächtigen Gebäude in Goslar oder der Dom in Quedinburg. Wer an Geschichte Interesse hat, findet im Harz und seiner Umgebung viele Orte für seine Erkundungen, seien es Städte, Besucherbergwerke oder Museen.